Das integrierte energetische Quartierskonzept für die Gemeinde Groß-Rohrheim ist auf der Zielgeraden. Die Ergebnisse wurden nun bei der Abschlussveranstaltung zum integrierten Quartierskonzept im Treff21 präsentiert und diskutiert. Der Einladung waren etwa 40 Bürgerinnen und Bürgern gefolgt.
Die mit der Konzepterstellung beauftragte EnergyEffizienz GmbH aus Lampertheim präsentierte die Konzeptergebnisse. Im Kern besteht das Konzept aus einer Bestandsaufnahme, einer umfassenden Potenzialanalyse und einem darauf aufbauenden Maßnahmenkatalog. Die Maßnahmen sollen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Treibhausgase beitragen. Der Fokus liegt auf den Themen energetische Sanierung, regenerative Strom- und Wärmeerzeugung und Potenzialen für Nahwärmenetze in Groß-Rohrheim. Außerdem wurden die Bereiche Mobilität und Klimaanpassung betrachtet.
Bürgermeister Karsten Krug betonte: „Das Quartierskonzept bildet die Basis für ein energieeffizientes Groß-Rohrheim. Mit den darin enthaltenen Maßnahmen treten wir nun in die Umsetzungsphase ein. Die Priorisierung der einzelnen Maßnahmen können Sie als Bürgerin oder Bürger Groß-Rohrheims heute Abend aktiv mitgestalten.“ Viele Teilnehmende der Abschlussveranstaltung nutzten die Gelegenheit und priorisierten mehrere Maßnahmen per Punktekleben. So befürworteten viele Anwesende beispielsweise mehr Grün im öffentlichen Raum, Klima- und Umweltbildungsangebote für Kinder und Jugendliche sowie den Ausbau von Photovoltaik auf kommunalen Liegenschaften.
Einige der vorgestellten Maßnahmen werden in Groß-Rohrheim bereits umgesetzt, darunter beispielweise Informationsveranstaltungen zum Thema „Energetisch Sanieren“, eine Thermografieaktion und ein kostenfreies Beratungsangebot für Sanierungsinteressierte. Verantwortlich für die weitere Begleitung und die Umsetzung der Maßnahmen ist das im Sommer parallel zum Quartierskonzept gestartete Sanierungsmanagement
Knapp 150 Eigentümerinnen und Eigentümer Groß-Rohrheims beteiligten sich an der schriftlichen Befragung zu ihrem Gebäude. Im Zuge der Abschlussveranstaltung wurden als Dankeschön für die Teilnahme individuell berechnete Gebäudesteckbriefe, die sinnvolle Sanierungsmöglichkeiten enthalten, an die Eigentümerinnen und Eigentümer ausgehändigt.
Sowohl das Quartierskonzept als auch das Sanierungsmanagement werden von der KfW und vom Land Hessen mit insgesamt 90 Prozent der Kosten gefördert, sodass der kommunale Eigenanteil lediglich 10 Prozent beträgt.