Der Bürgermeister würdigte den Vogelpark als eine für Groß-Rohrheim unverzichtbare Institution. Besonders Familien mit Kindern und Enkeln schätzen den Park als Naherholungsziel. Doch der Nutzen geht weit darüber hinaus: „Der Vogelpark ist ein lebendiger Lernort“, betonte der Vorsitzende. Ob für anschauliche Ausflüge von Schulklassen und Kindergärten oder durch das tatkräftige Engagement der „Eltern-AG“, die beispielsweise Volieren mit neuen Sitzstangen ausstattet – der Park ist tief in der Mitte der Gemeinde verankert.
„Mission 50“: Großes Engagement für die Zukunft
Mit Blick auf das kommende 50-jährige Jubiläum stellte der Vereinsvorsitzende Lukas Diehl die „Mission 50“ vor. Unter diesem Motto startet der Verein eine ambitionierte Spendenkampagne, um dringend anstehende Sanierungsprojekte zu realisieren. Geplant sind unter anderem eine umfassende Fassadenrenovierung der Bestandsgebäude, die Erneuerung eines Volierendaches, ein neuer Zaun für das Emu-Gehege sowie der Bau einer Aufzuchtstation für Enten.
Diehl sprach den zahlreichen Förderern seinen tiefen Dank aus. Neben privaten Spendern hob er das Engagement lokaler Unternehmen hervor, darunter Coatinc Rhein-Main GmbH & Co.KG (Verzinkerei), Schaknat Elektronik GmbH, DOLLE Wohnregale GmbH & Co. KG, Ambitec Schädlingsbekämpfung sowie Grabmale Hochhaus. Große Unterstützung erfährt der Verein zudem durch die RheinhessenSparkasse, Alnatura hilft e.V. sowie durch Fördermittel des hessischen Ministerpräsidenten. „Nur durch diese breite Solidarität sind die notwendigen Investitionen zum Erhalt unseres Vogelparks möglich“, betonte Diehl.
Existenzsicherung: Ehrenamt am Limit
Trotz des Erfolgs bei den Sachinvestitionen gibt es einen kritischen Punkt, der die Zukunft des Parks bedroht: die tägliche Versorgung der Tiere. Bislang wurden die Fütterung und Pflege ausschließlich ehrenamtlich geleistet – ein Aufwand, der in der heutigen Zeit kaum noch dauerhaft auf diese Weise abzubilden ist. „Wir haben hier einen Punkt erreicht, an dem das Ehrenamt nicht mehr ausreicht, um den laufenden Betrieb sicherzustellen“, so Diehl.
Um den Fortbestand der Anlage zu gewährleisten, hat der Verein daher einen Antrag an den Gemeindevorstand gerichtet. Ziel ist es, durch eine kommunale Unterstützung die Anstellung von zwei geringfügig Beschäftigten zu ermöglichen, die die tägliche, fachgerechte Versorgung der Tiere sicherstellen.
Der Bürgermeister begrüßte das klare Konzept des Vereins. Er signalisierte seine Unterstützung für das Anliegen und wies darauf hin, dass sich die Politik unmittelbar nach der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeindeparlaments mit diesem Thema befassen wird, um den notwendigen Rahmen für eine Fortführung des Vogelparks zu schaffen.
Die Bürgerinnen und Bürger von Groß-Rohrheim dürfen sich somit auf ein spannendes Jubiläumsjahr freuen, während die Weichen für die personelle Absicherung des Parks nun in die Hände der Kommunalpolitik gelegt werden.