Haupt- und Finanzausschuss tagte im Wald – Bürgerdialog mit Forstexperten | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Haupt- und Finanzausschuss tagte im Wald – Bürgerdialog mit Forstexperten

Am 05. Juli fand eine besondere Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Groß-Rohrheim statt. Ausschussvorsitzender Walter Öhlenschläger hatte kürzlich an die im vergangenen Jahr krankheitsbedingt ausgefallene Waldbegehung erinnert und lud nun zum Ortstermin ein: Gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern der Forstwirtschaft traf man sich direkt im Wald, um sich vor Ort über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen zu informieren. Herr Hering, Leiter des Forstamtes Lampertheim, sowie Frau Stark, zuständige Försterin für Groß-Rohrheim, führten die Gruppe an vier Stationen durch den Gemeindewald.

Ein zentraler Punkt war der Aufbau neuer Kulturen im Wald. Die Experten erläuterten eindrücklich die Herausforderungen, die durch den sinkenden Grundwasserspiegel und die zunehmende Trockenheit entstehen. Dies betrifft sowohl junge Pflanzungen als auch bestehende Bestände. Auch der Zustand der von der Gemeinde gewünschten Weihnachtsbaumkultur wurde begutachtet – Pflege und Entwicklung stehen hier im Fokus. Mit einem ersten Verkauf kann frühestens in fünf, eher wohl in sieben bis acht Jahren gerechnet werden.

Ein weiteres Thema waren die Waldwege. Der Zustand, der zukünftige Ausbau und die Pflege der Wege sind für Besucher, Pflegearbeiten und die Jagd essenziell. Zudem wurde über langjährig angelegte Kulturen gesprochen, deren Entwicklung wertvolle Rückschlüsse für zukünftige Maßnahmen bietet.

Herr Hering informierte vor Ort auch in Sachen Teilnahme der Gemeinde am Förderprogramm KLAWAM plus, dass es seitens des Landes noch keine aktuellen sachdienlichen Hinweise hierzu gibt. Bisher nimmt die Gemeinde bereits am Förderprogram KLAWAM (klimaangepasstes Waldmanagement) teil, wodurch jährliche Erträge von rund 25.000 € erzielt werden.

Ergänzend berichteten Herr Hering und Frau Stark über aktuelle Bedrohungen durch Baumschädlinge – insbesondere Käfer, die unter anderem Eichen massiv schädigen. Auch die Auswirkungen durch die Afrikanische Schweinepest sowie der derzeitige Bestand an Schwarzwild und Rehwild stellen große Herausforderungen für Jagd und Waldschutz dar.

Die Gemeinde bedankt sich bei allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und das große Interesse an der nachhaltigen Entwicklung des Gemeindewalds.