In enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm) sowie der Kreisverwaltung wird für die Lindenhofschule ein integrierter Schulmobilitätsplan entwickelt. Ziel ist ein ganzheitliches Konzept, das verschiedene Perspektiven berücksichtigt, alle relevanten Akteure einbindet und einen aktiven sowie eigenverantwortlichen Schulweg fördert.
Der tägliche Weg zur Schule ist für viele Kinder ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags, bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Auch in der Gemeinde Groß-Rohrheim zeigen sich diese rund um die Lindenhofschule. Durch die Lage in der Sackgasse Beinstraße kommt es insbesondere zu Schulbeginn und Unterrichtsende zu starkem Hol- und Bringverkehr auf engem Raum, während schmale und teils unterbrochene Gehwege, unübersichtliche Querungen und parkende Fahrzeuge die Situation zusätzlich erschweren. Auch auf den umliegenden Schulwegen, insbesondere entlang der Kirchstraße ohne durchgängige Gehwege und mit eingeschränkten Sichtverhältnissen bei der Querung, entstehen zusätzliche Unsicherheiten. Vor diesem Hintergrund möchte die Gemeinde Groß-Rohrheim gemeinsam mit der Schule, den Eltern sowie dem Kreis Bergstraße geeignete Maßnahmen entwickeln, um den Schulweg sicherer und übersichtlicher zu gestalten und zugleich die eigenständige Mobilität der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Gleichzeitig soll das Sicherheitsgefühl der Eltern gestärkt und damit ein Beitrag zur Reduzierung des motorisierten Bringverkehrs geleistet werden.
„Ich freue mich, dass wir mit dem Schulmobilitätsplan einen wichtigen Prozess anstoßen. Die Mobilität unserer jüngsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer liegt mir besonders am Herzen. Deshalb wollen wir den Schulweg der Kinder stärker in den Blick nehmen“, betont Bürgermeister Karsten Krug. Dem kann sich Landrat Christian Engelhardt nur anschließen: „Es ist ein starkes Signal, dass Gemeinde, Kreis und Schule diesen Weg gemeinsam beschreiten. Wenn wir alle Akteursgruppen frühzeitig einbinden und den Dialog offen gestalten, schaffen wir die Grundlage für tragfähige Maßnahmen, die dauerhaft Wirkung entfalten.“
Auftakt für den Schulmobilitätsplan in Groß-Rohrheim
Bereits im Februar 2026 hat in Groß-Rohrheim der Auftakt für den integrierten Schulmobilitätsplan an der Lindenhofschule stattgefunden. Die Koordination des Gesamtprojekts übernimmt dabei die Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm). Die fachliche Erarbeitung des Schulmobilitätsplans erfolgt durch das Fachbüro Mobilitätslösung aus Darmstadt. „Unser erprobtes Konzept bündelt vielfältige, aufeinander abgestimmte Maßnahmen von Infrastruktur und Verkehrsregelungen über Mobilitätsbildung bis hin zu organisatorischen und informativen Bausteinen. Sie werden passgenau für jede Schule und ihr Umfeld entwickelt“, erläutert Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm. „Grundlage sind fachlich begleitete Workshops, Ortsbegehungen und Mobilitätsbefragungen im engen Austausch mit allen Beteiligten. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Perspektive der Schülerinnen und Schüler, denn es geht um ihren Schulweg, ihre Sicherheit und ihre Selbstständigkeit. Im Ergebnis entstehen auch die vorgeschriebenen Schulwegpläne zur Kommunikation empfehlenswerter Schulwege an Eltern, Schülerinnen und Schüler und als Planungsgrundlage für die Kommunen“.
Die Gemeinde Groß-Rohrheim und die Lindenhofschule können dabei bereits auf vorhandene Strukturen und erste Ansätze aufbauen. So bestehen beispielsweise selbstorganisierte Laufgemeinschaften, bei denen sich Kinder eigenständig auf dem Schulweg zusammenschließen, etwa an der Unterführung am Bahnhof. Mit den im Ort vorhandenen LEON-Hilfeinseln stehen darüber hinaus etablierte Anlaufstellen für Kinder im Alltag zur Verfügung. „Mobilitätsbildung, Verkehrserziehung und Informationen für Eltern sind zentrale Bestandteile der anstehenden Maßnahmen“, betont Christine Jakob, stv. Schulleitung der Lindenhofschule. Wir möchten Kinder frühzeitig dabei unterstützen, sich eigenständig, sicher und verantwortungsbewusst im Straßenverkehr zu bewegen. Wer schon in jungen Jahren lernt, sich sicher und verantwortungsbewusst im Straßenverkehr zu bewegen, wird auch später achtsam und umsichtig unterwegs sein“. Die im Rahmen des Schulmobilitätsplans identifizierten Handlungsbedarfe und Maßnahmen sollen gezielt in das in das geplante Integrierte Stadtentwicklungskonzept einfließen und diese aus Sicht der Schulmobilität sinnvoll ergänzen.
Kontakt:
Simon Caputo (Referent für Unternehmenskommunikation)
ivm (integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain)
Bessie-Coleman-Straße 7 60549 Frankfurt am Main
Tel. +49(0)69 66 07 59 12
E-Mail: S.Caputo@ivm-rheinmain.de www.ivm-rheinmain.de
Über das Programm „Besser zur Schule“ www.BesserZurSchule.de und die ivm – www.ivm-rheinmain.de
Seit dem Jahr 2018 wurden durch die ivm gemeinsam mit über 120 Schulen erfolgreiche Prozesse zur Entwicklung integrierter Schulmobilitätspläne angestoßen und abgeschlossen. Das Programm „Besser zur Schule“ erfreut sich dabei zunehmender Beliebtheit und ist weit in den Kommunen sowie Landkreisen in der Region Frankfurt RheinMain sowie in ganz Hessen verankert. Schulen, Schulträger und Kommunen in der Region Frankfurt RheinMain und Hessen können kostenfrei an dem Beratungsprogramm teilnehmen, um den Verkehr von und zu Schulen nachhaltiger, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten. Informationen zum Beratungsprogramm sind zu finden unter: www.BesserZurSchule.de
Die ivm hat die Aufgabe, Maßnahmen für ein integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement in der Region Frankfurt RheinMain zu entwickeln. Zusammen mit ihren Gesellschaftern – den Städten und den Landkreisen der Region Frankfurt RheinMain, den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz sowie dem Rhein-Main-Verkehrsverbund – setzt sie diese gemeinsam um.