Bei strahlendem Sonnenschein und mit 45 interessierten Rohrheimerinnen und Rohrheimer startete der Reisebus der Fa. Müller aus Biblis in Richtung Westerwald. In der Gemeinde Sinn wurde zunächst die Glocken- und Kunstgießerei Rincker Sinn besucht. Der Seniorchef des ältesten in Familienhand befindlichen Glockenherstellers in Europa (seit 1590) erklärte die Vorgehensweise des gesamten Herstellungsprozesses sehr detailliert und informierte auch darüber, dass Glocken von Rincker fast auf der ganzen Welt geläutet werden. Etwas überrascht war Herr Rincker über die Information, dass in der evangelischen Kirche in Groß-Rohrheim zwei Glocken läuten die aus seinem Betrieb stammen und offensichtlich von seinem Großvater gefertigt wurden. Großes Hallo gab es dann bei der Übergabe der vom Heimat- und Geschichtsverein bestellten Glocke, die künftig wieder am Schellhäuschen hängen soll.
Nach dem Mittagsimbiss ging es weiter in die „Keltenwelt“ nach Glauberg. Auch wenn die genaue Herkunft und Bedeutung der Bezeichnung „Kelten“ bis heute nicht endgültig geklärt ist, waren die Rohrheimer von den gezeigten archäologischen Funden beeindruckt. Dabei sind sowohl die ausgeprägte Kultur als auch die hochentwickelte soziale Struktur und die Kunstfertigkeit der Kelten bis heute viel zu wenig bekannt.
Zum Abschluss des Tages ging es dann nach Sachsenhausen in die Ebbelwoiwertschaft „Zur Buchscheer“, die sich seit mittlerweile 150 Jahren von der Familie Theobald bewirtschaftet wird. Dabei handelt es sich um die letzte Frankfurter Apfelweinkneipe in der das „Stöffsche“ noch selbst gekeltert wird. Nachdem Hunger und Durst gestillt waren ging es zurück nach Groß-Rohrheim. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen der Reiseteilnehmer soll auch im kommenden Jahr ein Ausflug stattfinden. Information zur Glocke und zum Schellhäuschen folgen demnächst.